Samstag, 6. Mai 2017

Katzentaschenkleid

Woher bekommt man Inspiration? Meist sieht man etwas, findet es schön und möchte es dann entweder nachnähen oder so etwas ähnliches kreieren.
So ähnlich ging es mir ja schon mit dem Fuchspulli, für den entsprechenden Blogeintrag bitte hier lang.

Nun hat es mich mal wieder erwischt: in der Facebook-Gruppe von Klimperklein hat eine Mami ein Kleid für ihre Tochter gepostet. Das witzige, sie selbst hat es schon nachgenäht, weil Freundinnen ihrer Tochter solche Kleider hatten, deren Mutter aber nicht sagen konnte, woher sie diese hatte.
Und habe ich quasi eine Kopie der Kopie erstellt.

















Der Clou ist die Umhängetasche: die Träger sind am Kleid an der Vorderseite festgenäht. Der kleine Katzenkopf ist eine Tasche, in die die Trägerin ein paar kleine Schätze stecken kann.

Das Kleid ist das Kinderkleid von Klimperklein. Die Puffärmel habe ich nach dem Tutorial von lillesol&pelle erstellt.

Für die Fotos habe ich den Besuch bei Freunden genutzt - die haben ein wunderschönes, lichtdurchflutetes Wohnzimmer. 
Ich freu mich schon auf den Sommer - mehr T-Shirts und Kleider :-)



Freitag, 16. Dezember 2016

Nähen für eine Prinzessin

Grundsätzlich mag ich dieses Gender-Ding - Farben und alles ist auf die zwei Geschlechter festgelegt sind - nicht. Meinem Sohn steht rot sehr gut, also warum sollte das eine reine Mädchenfarbe sein. Dagegen können Mädchen alle Farben tragen - auch irgendwie gemein.

Aber so ganz kommt man dann doch nicht davon weg. Also bekommt das Tochterkind Kleider genäht, auch in rosa und hier sogar mit Krone.

Die Tunika ist ein Schnitt nach klimperklein - das Kinderkleid.

Es ist aus Stoffresten enstanden. Das finde ich perönlich immer schön, wenn der Stoff gerade so noch für etwas hübsches reicht. So wie hier ein Sommersweat mit Punkten. Und damit die applizierte Krone gut zur Geltung kommt, ist hier die Grundlage ein unifarbener Sweatstoff - nicht, dass die Punkte nicht mehr gereicht hätten ;-)

Das Modeln muss die kleine Maus noch üben, aber Kinder haben ja auch anderes zu tun, als für Mamis zu posieren (darüber könnte ich glatt noch einen Blodpost schreiben).






Neue Kleider braucht die Mama

Nähen ist mein Hobby. Ich tue es gern - aber ausschließlich für die Kinder. Wenn ich mal etwas für mich versucht habe, ging es meist schief. Passform oder Größe passten nicht.
Der Fehler war schnell gefunden: es lag oft nicht am Schnitt, sondern an den Abmessungen. Ich bin davon ausgegangen, wenn ich immer S oder 34 kaufe und trage, dann nähe ich auch in der Größe. Tja, Fehler. In den Schnittmustern bzw. den Anleitungen gibt es immer eine Maßtabelle und an die sollte man sich halten. Auch wenn es weh tut. Nun trage ich eben 38/40 - aber egal, solange ich kein Etikett in die Kleidung nähe, weiß es ja keiner!

Nach langer Suche nach einem schönen Schnitt für ein Oberteil gefunden: Lady Rockers von Mamahoch2 - ein Shirt, dass sehr vielfältig ist.



Meine Version ist eine Herzensangelegenheit. Denn auch der Stoff wurde sorgsam ausgesucht. Der Tivoli von Lillestoff (Design von SUSAlabim). Er ist wunderschön und detailsreich: es gibt zwei Tragemamis darauf. Als Tragemama berühren die Motive sehr.





Dies ist eine kurze Variante, ideal als Longssleeve.
Da der Schnitt ohne große Änderungen auf meinen Körper passt, werden noch ein paar Lady Rockers folgen - und vielleicht zeige ich sie hier.


Montag, 21. November 2016

Mein erstes Tutorial - Der Fuchs-Pulli

Neulich habe ich einen schönen Pullover für meinen Sohn bei einem bekannten dänischen Label entdeckt. Ich muss gestehen, mir war der Preis zu hoch (obwohl durchaus gerechtfertigt), also dachte ich mir "Das kann ich auch!". Gesagt, getan. Und schon entstand ein einfaches Raglanshirt nach dem Schnitt von Klimperklein mit einer tollen Applikation.

Um Schritt für Schritt zeigen zu können, wie dieses Shirt entstanden ist, habe ich für meine Tochter einfach auch eines gemacht. Wie gut, wenn man mehr als ein Kind benähen kann.

Ich zeige nun, wie ich zu erst die Applikation auf Papier erstellt habe und sie dann auf den Stoff und schließlich auf das Shirt gebracht habe. Ganz einfach nach zumachen.

Was braucht man:
Papier, Bleistift, Scheren (für Stoff und Papier), Lineal, Stoff, Vliesofix, Volumenvlies, Garn, einen Trickmaker und selbstverständlich das Ebook von Pauline Dohmen "Klimperklein"
außerdem eine Nähmaschine, ggf auch eine Overlock

Das Ebook "Raglanshirt" von Klimperklein ist auf der Webseite oder im DaWanda-Shop erhältlich.




Als erstes habe ich einen Bogen Papier (A3) mittig gefaltet. Der Fuchs ist symmetrisch, sodass man nur eine Gesichtshälfte malen muss. Ist diese fertig, wird sie auf die andere Papierhälfte gepaust und das Gesicht ist schön symmetrisch. 

Dann wird das Vorderteil aufgetragen, dabei ist der Stoffbruch auf der Faltkante. Es muss nicht das ganze Vorderteil aufgezeichnet werden. 




Ca. zwei bis drei Centimeter - je nach dem, welche Kleidergröße man näht, wird unterhalb der Achsel die Seitenlinie gekappt.



Nun misst man am Bruch einen Punkt ab, an dem ungefähr später die Nase des Fuchses sein soll. Je nach dem auch wie weit die Applikation später auf dem Vorderteil gehen soll, ist der Punkt mal höher oder tiefer. Ich nähe in Größe 80 und habe den Punkt ca. 15 Centimeter tief gesetzt. 




Nun wird eine leicht geschwungene Linie vom ersten Punkt unter der Achsel zum zweiten Punkt an der Papierfalte gezogen. Das ist die Wange des Fuchses. 



Als nächstes wird auf der Ärmelnaht mittig zwischen Halsausschnitt und Achsel ein Punkt gesetzt. Hier teilt sich das Fuchsgesicht in braun und weiß.



Von diesem Punkt wird ebenfalls eine geschwungene Linie runter bis auf die Wangenkante gezogen. Zur Falte verläuft sie am Ende parallel. Mittig zwischen Halsausschnitt und Nase (hier liegt der Bleistift) ist die Höhe der Augen. Eins oval aufzeichnen. Der halbe Fuchs ist geschafft. Ja, er hat noch keine Nase - die kommt noch!

Nun das halbe Gesicht auf die andere Seite durchpausen, Papier auffalten und schon ist der Fuchs zu erkennen - nun bekommt er auch eine Nase.
    
  




So sieht das Fuchsgesicht fertig aus:

 


Als nächstes wird ein Ohr gezeichnet. Dazu einfach eine Linie mit dem Lineal ziehen, Mitte ermitteln und darüber einen Punkt zeichnen - der Abstand sollte ungefähr so groß sein, wie die Linie lang. Dann werden die Enden der Linie mit dem Punkt verbunden - etwas geschwungen und fertig ist das Ohr.




Bevor man das Fuchsgesicht auf Vliesofix (Bügelhilfe) aufträgt, muss man beachten, dass man das Vorderteil mit Nahtzugabe zuschneidet und somit das Fuchsgesicht auch eine Nahtzugabe benötigt und zwar so, wie auf dem folgenden Bild in hellblau dargestellt.




 Hier sieht man die Einzelteile auf Vliesofix: 





Die Stirnpartie wird auf braunen Stoff aufgebügelt: 




Ebenso wird mit den Wangen und den Augen verfahren. Theoretisch kann man auch schon die Nase fertigen, ich mache das am Ende und erkläre das später auch warum ich so verfahre.
Nun werden Stirnpartie und Wangen auf dem Vorderteil angeordnet. Damit sollten sich sie Teile nicht überlappen, damit die Naht an der Stelle nicht unnötig dick wird. Kleine Spalten sind nicht weiter schlimm, diese werden von der Naht überdeckt.




Nun geht es an die Nähmaschine. Ich habe für die Applikationsnähte folgende Einstellungen gewählt:
Zickzackstich, etwas breiter, damit der braune und der weiße Stoff erfasst werden und ggf. kleine Spalten überdeckt werden:







Damit die Nase später schön gleichmäßig sitzt, habe ich die Nähte nicht bis zum Ende genäht:






Nun habe ich die Nase erstellt. Da sie die Nahtenden gut überdecken soll, habe ich sie erst am Ende passgenau gezeichnet und auch leicht tropfenförmig gemalt. Das kann aber jede/r selbst entscheiden. Eine runde oder eine ovale Form sehen auch hübsch aus.




Die Augen sollen ja auch genau gegenüber und auf gleicher Höhe sitzen. Dazu habe ich mir einen Trick überlegt:
Die Papiervorlage wird auf den Stoff gelegt, mit den Linien genau auf den Nähten und dann habe ich einfach mit einem Trickmaker (wasserlöslich) kleine Löcher durch das Papier gepiekst. 





Nun an der Stelle die Augen aufbügeln:



Jetzt werden die Nase und die Augen festgenäht:




Bei den Augen wollte ich eine dünnere Naht, aber auch das ist jedem selbst überlassen.







Die Ohren habe ich in vierfacher Stofflage zugeschnitten, einfach aus Faulheit. So hatte ich gleich beide Ohren rechts auf recht zugeschnitten.
 



Damit die Ohren nicht so schlapp rumhängen, habe ich sie mit Volumenvlies gefüttert. 
Bitte an der unteren Kante das Vlies einige Millimeter kürzer zuschneiden und nicht so wie ich hier. Ich habe sie dann nachträglich gekürzt - das kann man sich aber im Vorfeld (er)sparen. 
Das Kürzen hat den Zweck, dass später nicht zu viele Stofflagen bzw ein zu dickes Teil zwischen Vorderteil und Ärmel steckt. Es steht dann nicht so schön nach oben, sondern hängt möglicherweise. Lässt man die Vlieseline weg, hängt das Ohr auch schlaff herunter.




Die Ohren habe ich mit dreifachen Gradstich zusammen genäht, einfach um die Nahtzugabe hinterher besonders kurz zurückschneiden zu können.






Das Ohr wenden und nun am Vorderteil innerhalb der Nahtzugabe feststecken:
Grundsätzlich kann man es auch mit ein paar Gradstichen festheften, damit es nicht verrutscht, wenn man den Ärmel annäht. 

Die Position der Ohren darf nicht zu hoch sein, damit man es später mit dem Halsbündchen nicht einfasst. 


Nun ist das Fuchsgesicht fertig, die Ohren werden mit der Ärmelnaht festgenäht und nun wird das Raglanshirt fertig gestellt.



Viel Freude beim Nachnähen wünscht

Johanna

Dienstag, 11. November 2014

Neue Hosen für das Kind

Bequem soll es sein, deswegen trägt der kleine Mann am liebsten Jogginghosen. Der Schrank ist also voll mit dunkelblauen Jogginghosen von H&M. Toll - nicht besonders originell.
Also schaute ich mich bei dawanda um. Viele schöne Pumphosen und weil da viel Arbeit hintersteckt eben auch sehr teuer, dafür, dass die Kinder sie nur eine kurze Zeit tragen bevor sie herauswachsen. Also dachte ich mir, dass kann ich auch.
Wie bereits erwähnt war mein erster Versuch eine Monkey-Pants nach dem Schnitt von Schnabelina. Auch brav aus Äffchenstoff. Leider nicht besonders schön und der Schnitt was trotz toll erklärtem Ebook noch zu kompliziert für mich. Also ran an die Frida vom Milchmonster. Einfach und schnell gemacht und mit dem richtigen Stoff echt schön. Ein paar meiner Exemplare:



Aber auch Latzhosen sehen schick an dem kleinen Mann aus, also ran an die Strampelhose von Klimperklein:



Die Druckknöpfe fand ich so herrlich passend - die mussten es sein.